Max Musterdieb
Max Musterdieb

Max Muster

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Der Musterdieb mag historische Strick- und Stickmuster, berlin wool work, alte Modezeitschriften und Musterbücher.

Es gibt einiges zu entdecken und auch genug zum "downloaden".

Ergänzend dazu entsteht auf Pinterest eine Bildersammlung, die in den letzten 4 Jahren bereits stark angewachsen ist.

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In der Zwischenzeit ist das Muster "Glatte Erbsentour mit Krätel" von Juliane Paucker fertiggestrickt.

"Cabinet des Modes" hatte ich mir noch nie näher angesehen, obwohl die Frisuren- und Hutmode des Rokoko am Vorabend der Französischen Revolution wirklich atemberaubend war.

Das 16. Heftchen aus dem Jahre 1786, das sich in der Französischen Nationalbibliothek befindet ist hier eingefügt.

Die Veröffentlichungen von "Gallica", dem offiziellen Portal der "Bibliothèque Nationale de France"(BNF) sind Dienste eines Drittanbieters. Wenn hier nichts zu sehen ist führt der button darunter weiter, oder ihr ladet die "unsicheren scripts".

Übersetzung der Kleiderbeschreibung der Dame auf dem 2.Kupferstich in Heft 16:

Eine Frau "en Juste"(eng geschnittenes Kleidungsstück?) aus grauem Taft mit rosa Korsett und einem passenden Band vorne über dem Korsett. Um ihren Hals ein weites weißes Tuch aus Gaze in Linon-Webart. Ihre Frisur besteht über dem ganzen Kopf aus großen Locken, davon fallen zwei nach vorne.

Hinten fallen die Haare "á la Conseillère". Ihre Frisur wird von einem Pouf aus weißer Gaze gekrönt, der mit einem rosa gestreiften Band und einem Schleier, der nach hinten fällt verziert ist. Über dem Pouf erheben sich zwei große Federn, eine violett und eine rosa. In der Mitte der beiden Federn ein Federbusch gefertigt aus den Enden von Pfauenfedern.

Hier habe ich noch einen kleinen Exkurs zur damaligen Hut- und Frisurenmode aufgetrieben (Kretschmer und Rohrbach, Trachten der Völker, 3.Auflage, S.321 und 322, ca. 1900):

Ein Zitat daraus:

"Es würde zu weit führen, wollten wir alle einzelnen Frisuren beschreiben, die vorkamen. Denn ihre Zahl war Legion. Jeder neue Tag brauchte Neues; jeder Haarkünstler ersann auffallende Formen welche alles Frühere übertreffen sollten; jede Dame strengte ihren Witz an bisher Unerhörtes auszuklügeln und darzustellen. So gab es denn kaum noch eine mythologische Göttin oder irgendein Gebilde der Phantasie ... die nicht durch die Frisur dargestellt worden wäre ... Ceres mit Garben, Minerva mit einem Helm aus Seide, Flora mit Blumenkorb u.s.w. alles oben auf dem Haarturm. Semiramis mit ihren schwebenden Gärten ... , Amphritite mit einem Segelschiff oben auf dem Haargewoge ebensogut.

Die eine (Dame) baute sich oben ein Zelt, die andere einen Papageien auf ... Das Haar sollte alles nur Erdenkliche darstellen, Berge und Wälder, englische Gärten und Dörfer etc.

Die Herzogin von Chartres ... erschien eines Abends (April 1774) in der Oper mit einer Frisur en pouf à sentiment; oben auf ihrem Haargebäude sah man den Herzog von Beaujolais, ihren ältesten Sohn auf den Armen seiner Amme so deutlich und gut nachgebildet, dass die Gruppe zu erkennen war; daneben erschien ein kleiner "Neger" und über diesem ein Papagei, der eine Kirsche verzehrte; außerdem noch künstlich verschlungene Zeichen und Buchstaben aus Haaren geflochten, und zwar aus denen ihres Mannes,ihres Vaters und des Herzogs von Orléans. Und das alles oben auf dem Haar ... Obgleich die Polizei für die Theater die allzugrossen Frisuren verbot als hinderlich für die Nachbarn so musste sie doch erlauben, dass die wichtigsten Staats- und Kriegsereignisse durch die Frisuren dargestellt wurden. So entstanden infolge der Seesiege 1778 an zwanzig neue Haartrachten, à la Boston, à la Philadelphia, à la Grenade, à la Belle-Poule (nach der Fregatte gleichen Namens, die also oben auf dem Haar schwebte mit allen Segeln, Masten, Kanonen etc.) ..."

"Cabinet des Modes" zählt zu den ersten regelmäßig erscheinenden Modejournalen. Es wurde von 1785 bis 1786 zweimal monatlich veröffentlicht. Das Jahresabo kostete 21 livres. Nachfolger war von November 1786 bis 1789 das "Magasin des Modes Nouvelles Françaises et Anglaises".

Fußnoten verweisen in jedem Heft auf den Buchhändler BUISSON, bei dem das Journal abonniert werden konnte.

"Buisson, Libraire, Hotel de Mesgrigny, rue des Poitevins, n°.13.

 

"Pugin del." und "Duhamel sculp." links und rechts unter den Bildtafeln nennen den Zeichner (del.) und den Kupferstecher (sculp.).

Typische Tänze der Barock- und Rokokozeit waren Menuett, Bourrée, Kontratanz, Gavotte u.a.

Die Wassermusik von Händel und die Kleider in diesem Beispiel stammen aus der Barockzeit.

Versailles: Der Ausbau zum barocken Residenzschloss fand unter der Herrschaft Ludwig XIV statt.

Das Barock war bekannt für seine riesigen Festveranstaltungen.

Eines der größten Barockfeste in Europa war das "Zeithainer Lustlager", eine Machtdemonstration des sächsischen Herrschers August des Starken.

Auf Ludwig XIV. folgte mit einer kleinen Pause Ludwig XV. und darauf Ludwig XVI. Seine Gemahlin war Marie-Antoinette.

Ludwig der XV. liess im Park von Versailles für seine Geliebte

Mme de Pompadour das Schlösschen "Le petit Trianon" errichten. Sie erlebte die Fertigstellung nicht mehr und ihre Nachfolgerin Mme du Barry bewohnte es daraufhin.

Als Ludwig XVI. an die Macht kam überließ er das Schlößchen Marie-Antoinette.

Während der Französischen Revolution erschien das Journal unter dem Titel  "Journal de la mode et du goût", vermutlich bis 1803. Als Autor zeichnet ein M. Le Brun und man konnte es weiterhin über Buisson der nun unter der Adresse  Hôtel de Coëtlosquet , rue Haute-feuille , No. 2o vermerkt war oder über einen französischen Händler namens Joseph de Boffe in London beziehen.

Ein Beispiel aus Heft 14 vom 25.Februar 1790:

Der übersetzte Text zur Darstellung:

 

"... übrigens, der Luxus existiert nur durch das Überflüssige, und wir hatten davon mehr als jede andere Nation.

Nun ist dieses Überflüssige nicht mehr im Besitz einiger weniger Hände, sondern wird sich auf alle Bürger verteilen.

Der Luxus zeigt sich jetzt in der Leichtigkeit, der Sauberkeit und der Eleganz der Formen.

...

Er trägt einen Rock aus aufgerautem feinen leichten Wollstoff, gefüttert und in englischem Grün (moosgrün);

Kragen aus Seide; Goldknöpfe.

Batistkrawatte mit Spitze verziert;

Weste aus Damast, der Hintergrund weiß und die Bordüre und die schmalen Streifen englisch grün; kleine weiße Knöpfe"(Heft 14)

Mizi Donner und Carl Schnebel - Ich kann handarbeiten - UllsteinVerlag

"Ich kann handarbeiten" von Mizi Donner und Carl Schnebel ist ein herrliches Buch für Anfänger.

Hier werden die Grundbegriffe aller um die Jahrhundertwende üblichen Techniken sehr verständlich erklärt.

Es geht nicht nur um Stricken und Häkeln sondern um ganz vergessene Tätigkeiten wie Knüpfarbeit, Filet- oder Netzarbeit, Frivolitätenarbeit, Klöppelarbeit, unterschiedliche Kreuzstichtechniken, Flachstichstickerei, Weißstickerei, Durchbrucharbeiten, Nähspitze, Spitzenstickereien, Plattstich- und Goldstickerei, sowie Aufnäharbeit und Soutache- oder Litzenstickerei.

Es gibt auch mehrere neuere Reprints aus dem Ullsteinverlag. Diese werden unter dem Titel "Handarbeiten wie zu Großmutters Zeiten" angeboten.

By Steve Cadman from London, U.K. - Hampton Court, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4421442

Die Royal School of Needlework wurde 1872 gegründet. Sie besitzt eine große Sammlung historischer und neuer Needle-workarbeiten und bietet viele Workshops sowie Ausstellungen vor Ort an.

Hier werden auch viele alte Arbeiten restauriert.

Die RSN befindet sich in Hampton Court Palace.

Leider hat die RSN noch keinen Sponsor gefunden, der die Digitalisierung der sehenswerten Bestände unterstützt und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht...nur zu!

Mir ist das zu schwierig, aber ich sehe gerne zu:

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