Max Musterdieb
Max Musterdieb

Max Muster

Hello, guten Tag, Добрый день, Καλημέρα, bom dia,أهلا & bonjour!

 

Der Musterdieb mag historische Strick- und Stickmuster, berlin wool work, alte Modezeitschriften und Musterbücher.

Es gibt einiges zu entdecken und auch genug zum "downloaden".

Ergänzend dazu entsteht auf Pinterest eine Bildersammlung, die in den letzten 2 Jahren bereits stark angewachsen ist.

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By Steve Cadman from London, U.K. - Hampton Court, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4421442

Die Royal School of Needlework wurde 1872 gegründet. Sie besitzt eine große Sammlung historischer und neuer Needle-workarbeiten und bietet viele Workshops sowie Ausstellungen vor Ort an.

Hier werden auch viele alte Arbeiten restauriert.

Die RSN befindet sich in Hampton Court Palace.

Leider hat die RSN noch keinen Sponsor gefunden, der die Digitalisierung der sehenswerten Bestände unterstützt und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht...nur zu!

Mir ist das zu schwierig, aber ich sehe gerne zu:

Danke für die hübschen Schmetterlinge!

 

 

Dies ist eine berlin-wool-work-Stickmustervorlage von Carl F.W. Wicht. Mehr über diesen Verleger habe ich hier.

Sind das nun Fantasieschmetterlinge, oder gibt es sie wirklich?

Der Nagelfleckschmetterling sieht so aus:

Nagelfleck (Aglia tau) ♂
Von Harald Süpfle - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Der himmelblaue Bläuling hat keine gelben Punkte, aber ansonsten sieht er dem Falter in der Mitte schon sehr ähnlich...

Polyommatus bellargus male, Aveyron, France - Diliff.jpg
Von Diliff - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Vielleicht hat der Stickmusterproduzent in ein Lehrbuch von 1865 geguckt...

... oder er hatte den Vorläufer des heutigen Naturkundemuseums besucht, in dem heute im nicht-öffentlichen Schmetterlingssaal 4 Mio.(!) Schmetterlinge lagern. Im letzten und vorletzten Jahrhundert war es modern diese Tiere zu sammeln.

Ein paar Worte zur Symbolik:

auf griechisch heißt "psyche" sowohl Seele als auch Schmetterling. Im christlichen Glauben stehen vor allem weiße Schmetterlinge für die Auferstehung; das hat seine Ursache vermutlich in der Metamorphose von der Raupe über die Verpuppung zum Schmetterling.

Heinrich Böll schrieb:

"Wenn die Raupen wüssten, was einmal sein wird
wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.
Der Tod ist nicht das Letzte.
Der Schmetterling ist das Symbol der Verwandlung,
Sinnbild der Auferstehung.
Das Leben endet nicht, es wird verändert.
Der Schmetterling erinnert uns daran,
dass wir auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sind."

Diese flatterhaften Wesen sind ein äußerst beliebtes Motiv:

Ein Ausflug nach Brüssel:

Mal etwas anderes:

 

Nachdem die "Spitze" bzw. "lace" immer wieder so am Rand aufgetaucht ist, könnte ich mir diese feine Handarbeit etwas detaillierter ansehen. Angefangen habe ich mit der "Königin der Spitzen", der Brüsseler Handklöppelspitze. Das Bild "Die Spitzenklöpplerin" malte Jan Vermeer um 1670, heute hängt es im Louvre in Paris.

Zunächst ein passendes youtubevideo und dann das Ergebnis einer google-Suche in Form einer pinterest-pinwand.

In Brüssel kann man auch ein Museum für Kostüm und Spitze besuchen. Es liegt in einem Altbau in der rue de la Violette 12.

Flandern in Belgien ist offensichtlich ein richtiges Zentrum der Spitzenherstellung. Neben Brüsseler findet man dort auch Brügger und Mechelner Spitze.

"Bis 1720 wurde der Name Mechelner Spitze für sämtliche Spitzen aus Flandern benutzt. Auch in Mechelen selbst wurden verschiedene Spitzenarten gefertigt. Bis etwa 1665 wurde häufig ein Spinnengrund benutzt, der durch komplexere Gründe wie Binche und Valenciennes ersetzt wurde. Gegen 1700 kam dann der typische sechseckige Mechelner Grund auf. Ein dickerer Zierfaden (Gimpe) hebt sich deutlich vom leichten Grund ab. Der Grund wurde ohne Hilfe von Nadeln gefertigt." (Quelle: P. Pönisch)

Nachdem ich öfters auf "Valenciennesspitze" gestossen bin, dachte ich, ich werde mich mal Richtung Frankreich orientieren, aber siehe da: Valenciennes gehörte von 1000 bis 1600 zu Flandern und diese sehr arbeitsaufwändige und edle Spitze zählt zu den flämischen.

 

Das sagt Wikipedia:

Die Entwicklung dieser Spitze ist in den Niederlanden zu verzeichnen. Nach den Anfängen im 16. Jahrhundert kam die Blütezeit im 18. Jahrhundert. Die Musterungen zeigen sich vom Hochbarock bis zum Rokokostil. Die Valenciennesspitze ist trotz des hauchdünnen Leinengarnes und ihrer Feinheit eine sehr haltbare und dauerhafte Spitze. Diese Spitzen werden waagerecht mit fortlaufenden Fäden als geschlossene Spitze gearbeitet. Die Besonderheiten bestehen in der Anwendung von drei verschiedenen Maschengründen, die sich in der Entwicklung zeitlich zuordnen lassen. Flandrische Masche-Rosengrund um 1650, Runde oder fast runde Masche, die echte Masche um 1700 und die viereckige Masche (klare Masche) um 1830. In der Gestaltung entsprechen die Musterungen dem Rokokostil. Ihre Formen werden in Leinenschlag ausgeführt und mit einem Drehpaar umschlossen. Die Valenciennesspitze kommt vorwiegend in der Gestaltung als schmaler Spitzenstreifen vor.

Diese Valenciennesspitzenstreifen werden maximal 10cm breit und werden mit bis zu 800 Klöppeln gearbeitet.

Als Motive sind Tulpen, Nelken und Anemonen beliebt.

Ein Ergebnis:

 

Die Anfertigung von Spitze scheint sich aktuell größerer Beliebtheit zu erfreuen als ich vermutete. Es gibt Vereine, Kongresse und Kurse...

In Deutschland wird vor allem im Erzgebirge und in Franken geklöppelt.

Die bekannteren Orte im Erzgebirge sind Annaberg-Buchholz, Schneeberg, Schwarzenberg und Zwönitz.

Die Einführung der Spitzenklöppelei in dieser Region geht auf Barbara Uthmann aus Annaberg-Buchholz vor ca. 500 Jahren zurück. Die Arbeiten hatten anfangs keine allzu hohe Qualität, was im Jahre 1877 zur Gründung der Königlich-Sächsischen Spitzenklöppelmusterschule in Schneeberg führte. Dort wurden Lehrerinnen ausgebildet, die dann an Klöppelschulen überall in Sachsen ihr Wissen weitergaben.

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