Max Musterdieb
Max Musterdieb

Heinrich Kuehn in Berlin

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Aus dem digitaltmuseum Norwegen:

 

Blatt 2687, Stickvorlage mit geometrischem Muster für eine Ecke bei einer Decke mit Zacken:

Blatt 1035, eine Stickvorlage für Pantoffeln:

Blatt 1673, Stickvorlage für eine Eck-Bordüre mit Blumen:

Blatt 1222, 3 Pferdeköpfe:

Blatt 1523, Vorlage für einen Hasen und für einen Fuchs:

Blatt 2698, Ecke mit geometrischem Muster:

Die antiquepatternlibrary hat eine Heinrich-Kuehn-Seite:

 

Viele Quellen lassen sich nicht öffnen, aber man erhält einen guten Überblick darüber, was für unterschiedliche Veröffentlichungen im Lauf der Jahrzehnte aus diesem Verlag kamen:

Die handcolorierten Blätter um 1850 aus der Scharrenstr.17 Ecke Petriplatz.

Blumenborten aus der Sammlung Annemarie van der Peut.

Die Hefte mit dem Titel "Album" und mit Ecken, Blumenborten und Blumensträußen von ca. 1850 bis 1900.

Die Stickmuster-Bücher mit den Auszeichnungen der verschiedenen Weltausstellungen auf der Titelseite, eindeutig für den Export bestimmt ("Embroidery-Pattern Book/Dessins de Broderie") und nach 1879 entstanden.

Die Hefte der "Vereinigte Stickmuster-Verläge", Berlin,C - Spittelmarkt 7.

Dann die Hefte "Moderne Stickvorlagen", "Moderne Stickerei Vorlagen Secession, Jugend-Styl" von ca. 1900-1915)

Aus der Cooper Hewitt Collection:

Ein Jagdhund, handcoloriert, Blatt 5860 vermutlich von 1879, Heinrich Kuehn, Berlin C, Scharrenstr.19 Ecke Petriplatz.

Das Museum befindet sich in der 5th avenue in Manhattan in der Carnegie Mansion (Villa) von 1901

Den umfangreichsten Bestand hat das Regionalarchiv Rivierenland.

Laut antiquepatternlibrary befindet sich auf einigen Blättern die Adresse Scharrenstr.19 Ecke Petriplatz. Der Petriplatz ist ein kleiner Fleck an der Verkehrsschneise Mühlendamm/Gertraudenstraße und von der Petrikirche existieren nur noch die Fundamente. Aber das Haus Scharrenstraße 17 ist vermutlich mit der No. 19 vergleichbar. Wikipedia hat netterweise die Denkmalliste von Berlin-Mitte/Alt-Cölln bebildert:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wohnhaus in der Scharrenstraße 17, Ecke Kleine Gertraudenstraße (links), in Berlin-Mitte. Das Wohnhaus wurde um 1780 errichtet und um 1890 umgebaut. Es gehört zum kleinen Bauensemble  zwischen Gertraudenstraße, Kleiner Gertraudenstraße, Scharrenstraße und Friedrichsgracht, das 1975/1976 als "Traditionsinsel" wiederhergestellt wurde.

Quelle: Wikipedia - Autor: Beek100, 2009

1883/84 befindet sich die Stickmusterfabrik noch am Petriplatz und Heinrich Kuehn wohnt mittlerweile in Steglitz in der Villa Kuehn.

 

Im Jahr 1887 finde ich Kuehn am Spittelmarkt 7 als Stickmusterfabrikant und das Unternehmen firmiert bereits unter dem Namen "Vereinigte Stick- u. Häkelmuster-Verläge":

"Heinrich Kuehn, Vereinigte Stick- u. Häkelmuster-Verläge, C Spittelmarkt 7 s. 9-5, Inh. Heinr. Kuehn. Wohn.: Steglitz Villa Kuehn."

An den Musterblättern mit dem Logo "Vereinigte Stick- und Häkelmusterverläge" sieht man auch, dass sie aus vielen verschiedenen Quellen stammen.

 

1901 sind die Stickmusterfabrik und der Verlag Heinrich Kuehn in Berlin, C Kölln, Fischmarkt 4 und Inhaberin ist die Witwe Anna Kuehn.

 

Auf einem Blatt (3856) aus dem Regionalarchiv Rivierenland (jpeg-Nr. 1399-6616) steht Stickmuster-Fabrik, Tapisserie-Manufaktur Heinrich Kühn, Berlin SW, Markgrafen-Str.79.

 

Im Jahr 1913 ist der Verlag laut Berliner Adreßbuch nach Kreuzberg gezogen mit Telefon und diversen Bankkonten. Er wird von Witwe Anna und Max Kühn geleitet:

"Heinrich Kuehn, begr. 1868, Tapisserie, Stickmuster, SW 68, Oranienstr. 81.82 III u. IV

T.Mpl 4946

BK A.Schaffhausenscher Bk-Verein, Gertraudtenstr.20.21. Postscheck 7229 u. Postsparkassen-Ktn, Wien 105 429 u. Budapest 25 363. Inh. Ww Anna u. Max Kuehn"

Außerdem befinden sich 1915/1921 die "Kunstgewerblichen Werkstätten für moderne Handarbeiten aller Art" in der Oranienstraße. Das bleibt auch die Geschäftsadresse bis 1943.

Es existiert eine Aufnahme des Hauses im Architekturmuseum der TU Berlin. Heute befindet sich dort übrigens ein Park:

Das Unternehmen wirbt damit der älteste und größte Stickmusterverlag Berlins zu sein.

 

Witwe und "Rentiere" Anna wohnt seit 1911 in der Steglitzer Fichtestr.49 (heute Lepsiusstraße), Sohn Max, Fabrikant,im gleichen Bezirk in der Grunewaldstr. 27, 1.OG.

 

Im Jahr 1921 wird der Betrieb alleine von Max Kuehn geführt.

 

1930 ist der Kaufmann M. Kuehn, Oranienstr. 81/82 auch Eigentümer der Häuser Brandenburgstr.16 und Wassertorstr. 45a. Ebenso 1940, da ist der Eigentümer Kuehn, M, als Fabrikant in Babelsberg bzw. Neubabelsberg verzeichnet, gerade zu der Zeit also, in der die großen Villen der jüdischen Vorbesitzer von den Nazis arisiert wurden.

Es gibt auch viele Geschichten über den "Bock von Babelsberg" (Propagandaminister H. Goebbels) sowie Marika Rökk, Brigitte Horney etc.

Den letzten Eintrag über das Unternehmen fand ich 1943 unter "Stickmuster":

Heinrich Kuehn, gegr. 1868, SW 68, Oranienstr. 81/82. Tel 175791-84.

RB Nr.: 0.0250/5917

aktuell:

Historische Strick- und Stickmuster

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