Max Musterdieb
Max Musterdieb

Max Muster 2017/1

2017/1

 

Auf dieser Seite dreht sich alles um Spitze.

Ein Ausflug nach Brüssel:

Mal etwas anderes:

 

Nachdem die "Spitze" bzw. "lace" immer wieder so am Rand aufgetaucht ist, könnte ich mir diese feine Handarbeit etwas detaillierter ansehen. Angefangen habe ich mit der "Königin der Spitzen", der Brüsseler Handklöppelspitze. Das Bild "Die Spitzenklöpplerin" malte Jan Vermeer um 1670, heute hängt es im Louvre in Paris.

Zunächst ein passendes youtubevideo und dann das Ergebnis einer google-Suche in Form einer pinterest-pinwand.

In Brüssel kann man auch ein Museum für Kostüm und Spitze besuchen. Es liegt in einem Altbau in der rue de la Violette 12.

Flandern in Belgien ist offensichtlich ein richtiges Zentrum der Spitzenherstellung. Neben Brüsseler findet man dort auch Brügger und Mechelner Spitze.

"Bis 1720 wurde der Name Mechelner Spitze für sämtliche Spitzen aus Flandern benutzt. Auch in Mechelen selbst wurden verschiedene Spitzenarten gefertigt. Bis etwa 1665 wurde häufig ein Spinnengrund benutzt, der durch komplexere Gründe wie Binche und Valenciennes ersetzt wurde. Gegen 1700 kam dann der typische sechseckige Mechelner Grund auf. Ein dickerer Zierfaden (Gimpe) hebt sich deutlich vom leichten Grund ab. Der Grund wurde ohne Hilfe von Nadeln gefertigt." (Quelle: P. Pönisch)

Nachdem ich öfters auf "Valenciennesspitze" gestossen bin, dachte ich, ich werde mich mal Richtung Frankreich orientieren, aber siehe da: Valenciennes gehörte von 1000 bis 1600 zu Flandern und diese sehr arbeitsaufwändige und edle Spitze zählt zu den flämischen.

 

Das sagt Wikipedia:

Die Entwicklung dieser Spitze ist in den Niederlanden zu verzeichnen. Nach den Anfängen im 16. Jahrhundert kam die Blütezeit im 18. Jahrhundert. Die Musterungen zeigen sich vom Hochbarock bis zum Rokokostil. Die Valenciennesspitze ist trotz des hauchdünnen Leinengarnes und ihrer Feinheit eine sehr haltbare und dauerhafte Spitze. Diese Spitzen werden waagerecht mit fortlaufenden Fäden als geschlossene Spitze gearbeitet. Die Besonderheiten bestehen in der Anwendung von drei verschiedenen Maschengründen, die sich in der Entwicklung zeitlich zuordnen lassen. Flandrische Masche-Rosengrund um 1650, Runde oder fast runde Masche, die echte Masche um 1700 und die viereckige Masche (klare Masche) um 1830. In der Gestaltung entsprechen die Musterungen dem Rokokostil. Ihre Formen werden in Leinenschlag ausgeführt und mit einem Drehpaar umschlossen. Die Valenciennesspitze kommt vorwiegend in der Gestaltung als schmaler Spitzenstreifen vor.

Diese Valenciennesspitzenstreifen werden maximal 10cm breit und werden mit bis zu 800 Klöppeln gearbeitet.

Als Motive sind Tulpen, Nelken und Anemonen beliebt.

Ein Ergebnis:

 

Die Anfertigung von Spitze scheint sich aktuell größerer Beliebtheit zu erfreuen als ich vermutete. Es gibt Vereine, Kongresse und Kurse...

In Deutschland wird vor allem im Erzgebirge und in Franken geklöppelt.

Die bekannteren Orte im Erzgebirge sind Annaberg-Buchholz, Schneeberg, Schwarzenberg und Zwönitz.

Die Einführung der Spitzenklöppelei in dieser Region geht auf Barbara Uthmann aus Annaberg-Buchholz vor ca. 500 Jahren zurück. Die Arbeiten hatten anfangs keine allzu hohe Qualität, was im Jahre 1877 zur Gründung der Königlich-Sächsischen Spitzenklöppelmusterschule in Schneeberg führte. Dort wurden Lehrerinnen ausgebildet, die dann an Klöppelschulen überall in Sachsen ihr Wissen weitergaben.

Die "Schneeberger Spitze", zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie nicht maschinell imitiert werden kann.

"Klöppeln und Sticken" ist heute ein Teilbereich des Studienganges Textilkunst an der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg.

Auf diesem alten "Jandorf"-Inserat erkennt man gut die Konkurrenz zwischen Maschinen- und Handarbeit, sowie "Klöppelimitation".

Hier bin ich auf die Seite eines richtigen Profis gestossen, Petra Pönisch. Sie betreibt auch einen eigenen Verlag und bietet  neben Klöppelbriefen und Literatur ein Computerprogramm namens knipling zur Erstellung von Klöppelbriefen an.

Es gibt auch eine Demoversion für 10€. 

Da es mir an praktischer Erfahrung mit dem Klöppeln fehlt, werde ich es jetzt nicht testen, geschweige denn beurteilen.

Die letzten Einträge auf der website sind von 2013, die vielen Einträge über Museen werden sicher noch gültig sein.

... und bitte nicht die Übersicht verlieren...

Wenn man erstmal Strick- und Häkelspitze außer Acht lässt, kann man grob nach dem Handwerkszeug Klöppel- und Nadelspitze unterscheiden.

Ein anderer Zugang sind die Orte und Länder in denen dieses Handwerk florierte bzw. immer noch gepflegt wird, und noch ein anderer ist die stilistisch-zeitliche Zuordnung in Barock, Rokoko, klassizistisch oder modern.

... je vielfältiger die Spitze, desto vielfältiger die Klöppel...

Auf in ein Urlaubsparadies, das für seinen Wein, seine Korbflechtarbeiten und seine Kacheln bekannt ist und in dem auch Cristiano Ronaldo sein eigenes Museum eröffnet hat.

 

MADEIRASPITZE

 

Bei dieser Art von Spitze werden die Muster zuerst durch ein Pergamentpapier gestichelt, sodann mittels Blaupause auf den Stoff übertragen. Mit Nadel und Faden werden die LInien und Punkte per Hand auf den Leinenstoff gestickt und abschließend die Ränder versäubert, sowie das gute Stück feucht gebügelt.

Eine in Funchal seit 1925 ansässige Manufaktur für die Anfertigung von Madeiraspitze heißt Patricio & Gouveia. Sie hat auch eine eigene facebook-Seite.

 

Diese Spitze ist nicht nur museal, sie will auch verkauft werden:

In der "Encyclopedia of Needlework", die inhaltlich der "Enzyclopädie der Weiblichen Handarbeiten" entspricht verrät Thérèse de Dillmont die Grundlagen zum Sticken von Madeiraspitze.

Ab Seite 75 wird das Sticken von "White Embroiderie" (Weißstickerei) erläutert. Unter diese Kategorie fällt auch die Madeiraspitze.

Historische Strick- und Stickmuster

Max Musterdieb ist immer auf der Suche nach alten Vorlagen im Internet und in Antiquariaten

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