Max Musterdieb
Max Musterdieb

Das Unternehmen Lipperheide

Ein kurzer Ausflug in die Sammlung des Ehepaars Lipperheide:

 

Ich habe da noch etwas aus meinem "Depot" geholt:

 

Die Musterbücher altdeutscher Leinenstickerei, herausgegeben von der "Redaktion der Modenwelt", gesammelt von Julius Lessing, 1897. (1.Sammlung)

Das folgende Heft ist von 1882 (2.Sammlung):

Professor Julius Lessing, der diese Muster gesammelt hat war der 1.Direktor des Berliner Kunstgewerbemuseums. Er hat noch zahlreiche andere Bücher mit der Intention veröffentlicht das Niveau des Handwerks zu verbessern.

Heute befindet sich im ehemaligen Kunstgewerbemuseum das Ausstellungsgebäude Martin-Gropius-Bau und am Figurenschmuck an der Fassade kann man die damalige Nutzung noch erkennen.

Frieda Lipperheide pflegte den Kontakt zu Hr. Lessing.

Martin-Gropius-Bau, das frühere Kunstgewerbemuseum

Nach genauerem Lesen des Vorworts wurde mir klar, dass sich 1. und 2. Ausgabe wesentlich unterscheiden müssen. Lessing beruft sich bei der 2. Ausgabe quellenmäßig auf Siebmacher, Fürst, Helmin, ... slawische, russische und rumänische Vorlagen aus diversen Museumssammlungen und sagt auch, dass diese Vorlagen der Technik des Kreuzstiches auf Leinen angepasst wurden. Das erste Blatt der 2. Sammlung sind Vorlagen von Rosina Helena Fürst(in).

Aus diesem Grund werde ich mir Ausgabe 1 nochmal genauer ansehen.

Altdeutsche Leinenstickerei
Lipperheide 1, Blatt 1-4.pdf
PDF-Dokument [8.4 MB]

Das Buch mit Tafeln über altitalienische Leinenstickerei ist genauso bekannt.

Hier wird detailliert die Herkunft der Muster aufgelistet.

Sie stammen meistens aus dem 16. -18.-Jahrhundert aus Italien, haben aber auch marokkanische und persische Vorbilder.

Ob es diese Sammlungsstücke überhaupt noch gibt?

Einige sind aus dem Kunstgewerbemuseum Dresden, einige aus Hamburg, andere aus der Sammlung Lipperheide.

Frieda Lipperheide hat neben zahlreichen anderen Veröffentlichungen auch ein Buch über das Spitzenklöppeln herausgebracht. Erschienen ist es posthum 2 Jahre nach ihrem Tod. Man kann es bei der Uni-Bibliothek von Arizona laden. Dieses Exemplar ist allerdings nicht komplett.

... viel praktischer: aus dem internet archive!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Webe-Arbeit mit Hand-Apparat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Smyrna-Arbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die decorative Kunst-Stickerei + Aufnäh-Arbeit

Der Berliner Salon von Frau Lipperheide befand sich, wie das Unternehmen Lipperheide in der Potsdamer Straße 38 (alte Nummerierung).

In diesem Stadtpalais soll sich der Verlag und der Salon von

F. Lipperheide befunden haben:

In diesen Bereich gehört auch die "Lipperheidesche Kostümbibliothek". Sie befindet sich in der Kunstbibliothek Berlin.

Ursprünglich hieß sie "Sammlung für Kostümwissenschaft" und wurde vom Ehepaar Lipperheide 1892 den Königlichen Museen gestiftet und auf deren Wunsch getrennt vom übrigen Bestand weitergeführt. Sie wird auch heute noch ständig erweitert und ist die größte Fachsammlung zur Kostümgeschichte und Mode.

... und diese Musik war zu der Zeit populär:

Max Muster 2017/3Die Zeitschrift "Die Modenwelt" herausgegeben von Hr. Lipper-heide erschien ab 1865 in Berlin und später in vielen anderen europäischen Ländern, sowie in Russland, den USA, Argentinien und Brasilien. Der Inhalt entsprach dem der "Modenwelt", aber der Name und das Titelblatt unterschieden sich. Weltweit soll es 500.000 Abonnenten gegeben haben.

Mehr zur "Modenwelt" habe ich auch noch hier.

Die folgenden Titelseiten habe ich dem Buch "Zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen der Modenwelt", Verlag Lipperheide, Berlin, 1890 entnommen.

Das Buch kann man sich im "internet archive" herunterladen.

Man findet hier außerdem noch 115 bebilderte Beispiele der Kostümgeschichte und eine gute Bibliografie alter Modejournale bis 1890:

Follow Musterdieb Max's board Illustrierte Frauenzeitung - Lipperheide on Pinterest.

Die "Illustrirte Frauenzeitung" erschien auch bei Lipperheide. Die Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf hat einige Jahrgänge dieser Zeitschrift in ihrem Online-Archiv. Sie ist gut bestückt mit "Supplements" und Handarbeitsanleitungen, ansonsten mehr ein Unterhaltungsblatt mit Zeichnungen, Romanen und Geschichten, Rezepten, Klatsch und Tratsch, sowie mit aus heutiger Sicht interessanten Inseraten.

Grabstätte Franz Freiherr von Lipperheide

Dies ist ein Neuzugang in meine Bibliothek und ein Heftchen, das ich vorher noch nicht an anderer Stelle gesehen habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Häkel- und Strickmuster der Modenwelt - 1.Sammlung - Franz Lipperheide - Berlin

1. Schmale Spitze mit Picot-Abschluss.
Aus dem Heft "Häkel- und Strickmuster der Modenwelt - 1. Sammlung" hrsg. von Franz Lipperheide, Berlin, 1897
Schmale Spitze mit Picot.pdf
PDF-Dokument [314.9 KB]

L. = Luftmasche;

f.M. = feste Masche

K. = Kettmasche

halbe St. = halbe Stäbchen

St. = Stäbchen

In der "BRIGITTE" werden alle Maschen fein erklärt.

...und Elizzza kennt sich mit Picotabschlüssen aus.

Mit einem etwas feineren und glatteren Baumwollgarn für Nadelstärke 2 gibt das bestimmt eine schöne Borte.

Historische Strick- und Stickmuster

Max Musterdieb ist immer auf der Suche nach alten Vorlagen im Internet und in Antiquariaten

Ich mag den Globus, er zeigt mir aus welchen Ländern die website Besuch bekommt ...

... und ihr seht gleich, was ihr für Spuren im internet hinterlasst!

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